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greenpeace magazin 4.09
Seelachs
Siegel für den „Trendfisch“ Werbestrategen arbeiten seit langem am Image des „Köhlers“: Erst verpassten sie ihm seinen inzwischen allseits bekannten neuen Namen, obwohl er mit den Lachsen gar nicht verwandt ist. Und beharrlich bewerben sie ihn als „Trendfisch“ – was nicht verhindern konnte, dass der Fisch mit dem etwas bräunlichen Fleisch in der Beliebtheit immer weiter abrutscht. Doch nun gibt es einen echten Kaufanreiz für den Seelachs: Mit der Kutterfisch-Zentrale in Cuxhaven erhielt erstmals ein deutsches Unternehmen das blaue MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei – für den Seelachsfang. Denn seine Bestände sind in gutem Zustand, als Schwarmfisch lässt er sich nahezu „sortenrein“ mit wenig unerwünschtem Beifang fangen, zudem wurde das Fanggeschirr verbessert und schädigt den Meeresboden weniger. Greenpeace bemängelt zwar, Grundschleppnetze seien stets problematisch und über mögliche Folgeschäden in den Fanggebieten sei zu wenig bekannt. Aber auf jeden Fall ist ein Fisch mit MSC-Siegel besser als ohne. |
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