greenpeace magazin 4.09

Innovationen

 

Tüfteln für 
die Umwelt


Beim Export von Umwelttechno­logien ist Deutschland Weltmeister. Kein Wunder, dass so manche 
Erfindung, die den Umweltschutz voranbringt, aus deutschen 
Forschungslaboren stammt. 
Zu den wichtigsten Innovationen 
der letzten 20 Jahre zählen:

Greenfreeze-
Kühlschrank

Was die Industrie als nicht machbar darstellte, brachte 1993 eine ungewöhnliche Kooperation von Greenpeace, der sächsischen Firma Foron und dem Dortmunder Hygiene­­­institut zustande: den ersten Kühlschrank, dessen Kühlmittel keine klimaschädlichen FCKW oder FKW enthielt. In­­zwischen hat sich die Technologie zum Industriestandard entwickelt.
www.greenpeace.de 
(Suchwort: greenfreeze)


Grätzel-Zelle

Benannt nach ihrem Konstrukteur, dem Chemiker Michael Grätzel, nutzt die ultradünne Farbstoff-Solarzelle eine 
Art künstliche Fotosynthese, 
um Sonnenlicht in Strom zu verwandeln. Weil sie sich auf biegsame Folien drucken 
lässt, eröffnet sie ganz neue Einsatzgebiete für die Fotovoltaik. Zudem gelang es 
dem gebürtigen Dresdner, 
den Wirkungsgrad dieser Solar­zellen der dritten Generation auf etwa elf Prozent zu steigern. Mehrere Firmen planen, in naher Zukunft mit der Großproduktion zu beginnen.
www.dyesol.com/german

 

Getriebeloses Windrad
1991 stellte die Firma Enercon das getriebelose Windrad vor, in dem der Generator direkt von den Rotorblättern angetrieben wird. Diese Bauweise reduziert Verschleiß und Wartungsaufwand von Wind­rädern deutlich, hat sich aber noch nicht als Standard durchgesetzt. Weltweit laufen 
bis zu 20 Prozent aller Windkraftanlagen getriebelos.
www.enercon.de


SkySails

Das von den Hamburger Ingenieuren Stephan Wrage und Thomas Meyer entwickelte Antriebssystem nutzt die Wind­­kraft für moderne Fracht­schiffe. Ein Zugdrachen, der vor dem Schiff fliegt, treibt dieses mit an. Nach verschie­de­­nen Testergebnissen könnte der Treibstoffverbrauch von Frachtern so um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Die meisten Großschiffe lassen sich damit nachrüsten. 2007 wurde die Technologie erstmals kommerziell eingesetzt.
www.skysails.info

 

Plusenergiehaus
Ein Haus, das mehr Energie produziert als die Bewohner verbrauchen, hat der Frei­burger Architekt Rolf Disch entwickelt. Das Plusenergiehaus erreicht die positive Energiebilanz, indem Hausdach und Fassade als Solarkraftwerk genutzt werden. Die Bewohner der hochef­fi­zient gedämmten Gebäude 
sparen nicht nur die Neben­kosten, sondern verdienen sogar an ihrer Behausung, weil sie die überschüssige Energie ins Netz einspeisen.
www.plusenergiehaus.de

 



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